Musik hören ist ein Genuss.
Musik machen eine Gnade.

Gudrun Kropp, Lyrikerin

Vita

Christoph Pauli nimmt als Musiker eine Ausnahmestellung ein, da er wie kaum ein anderer sämtliche Stil- und Spielarten -von der Klassik bis Rock- beherrscht.

Sein pianistisches Rüstzeug erwarb er sich beim Klavierstudium mit Konzertexamen an der Münchner Musikhochschule und anschließendem Meisterklassenstudium bei Leonard Hokanson.

Da ihn das reine Reproduzieren von Klassikern nicht ausfüllte, führte ihn sein künstlerischer Weg von der E-Musik über Kabarett zu Jazz und Pop, wo er auch als Komponist und Arrangeur vielfältige kreative Entfaltungsmöglichkeiten fand. Dank seiner enormen Vielseitigkeit wurde er rasch zu einem der gefragtesten Musiker in der deutschen Unterhaltungsbranche.

1993 wurde Thomas Gottschalk auf das Talent aufmerksam und holte ihn als Musical Director in seine LATE NIGHT SHOW. In mehr als 200 Fernsehshows gelang es ihm eindrucksvoll, seine große musikalische Bandbreite zu demonstrieren.

Ob klassischer Liederabend oder Rockkonzert, ob Kabarettprogramm oder große Show - seine enorme Vielseitigkeit, gepaart mit höchstem pianistischem Anspruch, hat ihn zu einem der gefragtesten Begleiter gemacht. Dies wird deutlich in der Reihe der Künstler, mit denen er auf der Bühne, im Studio, oder vor der Fernsehkamera gearbeitet hat.

Als Komponist hat sich Christoph Pauli einen Namen gemacht und auch auf diesem Gebiet beeindruckt seine große Vielseitigkeit. Das Spektrum reicht vom literarischen Chanson über TV-Titelmusiken bis zu groß orchestrierter Filmmusik.

Stationen

  • Erster Klavierunterricht im Alter von 5 Jahren
  • Preise bei den Wettbewerben "Jugend musiziert"
  • Mit 14 Jahren Auftritt mit Orchester als Solist eines Mozart Klavierkonzertes
  • Klavierunterricht im Waltershausen-Seminar
  • Abitur am Musischen Gymnasium
  • Klavierstudium an der Münchner Musikhochschule mit Konzertexamen
    Anschließend Aufnahme in die Meisterklasse von Prof. Hokansson an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt
  • Pianist und Komponist des Kabarettduo Dieter Hildebrand Werner Schneyder
    Soloprogramme mit Werner Schneyder, Lore Lorentz, Hanne Wieder, Astrid Jakob, Helen Vita, Beatrice Richter u.a
  • Bandleader TV-Sendung "Schubiduu" (BR) 36 Folgen
  • Die Christoph Pauli Band ist in den 80er Jahren die angesagteste Partyband auf den Premium-Galas (u.a. 3 x Bambipreisverleihung)
  • Begleiter vieler Musicalstars u.a. Ute Lemper, Michael Heltau, Angelika Milster, Anna Maria Kaufmann
  • Gastspiele und Galas mit vielen namhaften Künstlern
    Senta Berger, Mario Adorf, Eva Lind, Marshall & Alexander, Ron Williams
  • LATE NIGHT SHOW mit Thomas Gottschalk
    Musical Direktor und Pianist in über 200 Folgen
  • Musikproduktion für viele Fernsehsendungen
    Vertonung 9 Folgen "Landschaften der Erde" (BR)
    Diverse TV-Titelmusiken
  • "April, April" Bühnenshow mit April Hailer,
    Premiere mit TV Aufzeichnung aus dem Prinzregententheater
    Gastspiele / Tournee
  • TV-Serie "Komiker" und "Grünwald Freitagscomedy"
  • Bühnenshow "Manche mögens Heiles" mit Kerstin Heiles
    Premiere Gärtnerplatztheater
  • Bühnenshow "Chanson d´amour" Das Leben der Edith Piaf mit Kerstin Heiles
  • Eigene Crossover-Pianoshow "Frack & Jeans"
  • Ständiger Gastsolist auf der MS Europa

Wie alles anfing

Es hat alles damit angefangen, dass im Pfarrhaus der fünfjährige Knabe immer wieder auf den Klavierhocker kletterte, um am Flügel Melodien nachzuspielen, die er gerade gehört hatte. Schnell erkannte man, dass da ein Talent mit absolutem Gehör heranwuchs. Also wurde rasch eine Klavierlehrerin gesucht, die dem Spross Noten und die musikalischen Grundbegriffe beibrachte. Es handelte sich um eine reizende ältere Dame, der es zwar mit pädagogischem Geschick gelang, ihn zum täglichen Üben zu motivieren, deren fachliche Kompetenz aber eher bescheiden war. Auch der Wechsel zu einer jungen Organistin drei Jahre später konnte nicht verhindern, dass es in der ersten Phase seiner pianistischen Ausbildung große Defizite gab.

Heute ist mir klar, dass damit die Voraussetzungen für eine Karriere als Konzertpianist von Anfang fehlten. Gerade die ersten Klavierstundenjahre sind dafür ausschlaggebend. Dennoch bin ich aus heutiger Sicht dankbar, wie alles gekommen ist. Einer Talentschmiede mit Drill und Eliteausbildung, durch die es viele asiatische oder russische Pianisten an die Weltspitze geschafft haben bin ich zum Glück entkommen. Auch wenn ich erst mit 16 Jahren, nach unserem Umzug von der schwäbischen Provinz nach München den ersten wirklich professionellen Klavierunterricht bekam -es war gut so.

Klavierwettbewerb Kaufhaus Hertie

In der Kleinstadt Neu-Ulm waren mir schon als junger Schüler schöne Erfolgserlebnisse vergönnt. Die ersten öffentlichen Auftritte fanden an der Kirchenorgel statt. Kaum 10 Jahre alt konnte ich die Mädchen in meiner Klasse mächtig beeindrucken, wenn ich sonntags bei den Gottesdiensten meines Vaters alle Register zog. Die liturgischen Kirchengesänge waren die ideale Schule für die Kunst des Begleitens, die mir in den späteren Jahren sehr zugute kam. Aus dieser Zeit rührt sicher auch meine große Liebe zu Bach.

Aber nicht nur in sakralen Räumen hatte ich Gelegenheit, mich zu zeigen. Bei den Wettbewerben „Jugend musiziert“ war die Konkurrenz in der Provinz relativ bescheiden und so brachten mir erste Preise und spektakuläre Auftritte eine Art von „Wunderkind“ Status ein. Absoluter Höhepunkt war ganz sicher ein umjubelter Auftritt mit Orchester, bei dem ich als Vierzehnjähriger ein Klavierkonzert von W.A. Mozart spielte.

Was aus dieser Zeit noch in Erinnerung blieb: Der 1. Preis beim Klavierwettbewerb des Kaufhauses Hertie/Ulm, dotiert mit einem 50 DM Einkaufsgutschein, mit dem ich eine billige Sperrholzgitarre erwarb. Und ein zweiwöchiges „Gastspiel“ als Vertretungsorganist auf dem Neu-Ulmer Friedhof.

Konzert mit Orchester in der Musikhochschule

Dann der Umzug in die Metropole München. An der Pfarrstelle meines Vaters war der Landeskirchenmusikdirektor als Organist tätig. Ihm sollte ich vorspielen, damit er meine Fähigkeiten beurteilen und mich an die bestmögliche musikalische Adresse vermitteln konnte. Die geheime Hoffnung, dass ich als Jungstudent an der Münchner Musikhochschule aufgenommen werden könnte erfüllte sich nicht. Aber auch das stellte sich später als glücklicher Umstand heraus.

Der damalige Assistent meines späteren Klavierprofessors, ein lässiger 23-jähriger Typ sollte mich unterrichten und auf die spätere Aufnahmeprüfung an die Musikhochschule vorbereiten - Ein Glücksfall. Ihm gelang es, einem schwer pubertierenden 16jährigen Knaben, der alle möglichen Flausen im Kopf hatte weiterhin für das Klavierspiel zu begeistern. Dazu trug auch bei, dass der Klavierunterricht im Rahmen des Waltershausen-Seminars stattfand. Hier wetteiferten an die 50 begabte Nachwuchspianisten mit- und gegeneinander und konnten sich monatlich in kleinen Vorspielterminen messen. Einmal im Jahr fand ein Konzert mit Orchester im Großen Konzertsaal der Musikhochschule statt.
Das waren absolute Höhepunkte in meinem musikalischen Vorleben. Wenn ich daran zurück denke, mit welcher Unbekümmertheit ich damals gerade siebzehnjährig mit Orchester das Klavierkonzert Nr.1 von Franz Liszt spielte…

Dieter Hildebrand und Werner Schneyder

Nach dem Abitur am Pestalozzi-Gymnasium absolvierte ich die Aufnahmeprüfung an die Münchner Musikhochschule und wurde in die Klavierklasse von Prof. Steurer aufgenommen. Von nun an wehte ein anderer Wind und ich mußte täglich 6-8 Stunden am Klavier üben. Eine harte Schule für einen vergnügungssüchtigen und vielseitig interessierten jungen Mann. Hier habe ich mir mein pianistisches Rüstzeug für die Musikerlaufbahn erworben. Mein musikalischer Horizont beschränkte sich schon in dieser Zeit nicht ausschließlich auf die klassische Musik. Außerhalb der heiligen Räume der Musikhochschule hörte ich am liebsten Pop, Rock und Jazz, wie in diesem Alter eben üblich. Diese „anderen“ musikalischen Einflüsse waren absolut wichtig, um später einmal die musikalische Vielseitigkeit zu erlangen, die mich heute auszeichnet.

Und dann war es ein großer Zufall, der meinen musikalischen Werdegang wesentlich beeinflusste. Der Gründer und Chef der Münchner Lach & Schießgesellschaft suchte für seine jüngste Tochter einen Klavierlehrer. Es war Samy Drechsel, einer der Helden der Fernsehnachmittage, wo ich ihn als Jugendlicher in „Sport, Spiel, Spannung bewunderte. Sofort sagte ich zu und wurde seitdem zu allen Premieren in dem berühmten Kabarett eingeladen. Als das legendäre Kabarett-Duo Dieter Hildebrandt/ Werner Schneyder kurzfristig einen Pianisten für ihr Programm „Keine Fragen mehr“ suchte bekam ich die große Chance. Ich machte meine Sache gut und es folgten Tourneen, Gastspiele und Fernsehsendungen.

Das Christoph Pauli Trio

Noch als Musikstudent spielte ich plötzlich in der Ersten Liga der Deutschen Kabarettisten. Das bedeutete nicht nur einen großen Prestigegewinn, sondern auch eine enorme Aufbesserung meiner Studentenkasse. Im Jahr zuvor hatte ich mein Klavierstudium in München mit dem Konzertexamen abgeschlossen und wurde anschließend in die Meisterklasse von Professor Leonard Hokanson aufgenommen.
Mein neuer Lehrmeister nahm mir den musikalischen Seitensprung ins Kabarett nicht übel. Ganz im Gegenteil… Als Student hatte er seinen Lebensunterhalt als Barpianist und eine Zeit lang als Begleiter von Lale Anderssen verdient. Er unterstützte mich dabei mich musikalisch neu zu orientieren. Das reine Reproduzieren klassischer Klaviermusik füllte mich spätestens seit der Begegnung mit der musikalischen Gegenwelt im Kabarett nicht mehr aus.
Mittlerweile hatte ich klar erkannt, dass eine Karriere auf diesem Podium für mich erstens unerreichbar und zweitens mit meinem Lebensentwurf nicht vereinbar war. Ich begann mich mit Jazz auseinanderzusetzen, machte die ersten Komponierversuche und es entstand das Christoph Pauli Trio.

Lore Lorentz und Werner Schneyder

Gemeinsam mit Laurentius Retzer am Bass und Stefan Wildfeuer am Schlagzeug begleitete ich über viele Jahre die Soloprogramme von Werner Schneyder. Das war eine gute Gelegenheit, sich eine große musikalische Bandbreite anzueignen. Wir übten uns in allen Stilarten vom Swing bis Jazzrock und ich sorgte dafür, dass meine Werkliste bei der GEMA rasch anwuchs. Neben Instrumentaltiteln entstanden viele Vertonungen der Texte von Werner Schneyder. Für die Fernseh-Produktionen "Zeitgenossen haufenweise" und "Grüße vom Panter" durfte ich die Musik zu Texten von Kästner und Tucholsky komponieren. Welch eine Ehre, wenn diese dann auch noch von der unvergesslichen Lore Lorentz interpretiert wurden. Das literarische Chanson war zu dieser Zeit mein Lieblingsgenre und ich bin sehr stolz, daß im Archiv des Bayerischen Fernsehens zwei großartige Sendungen lagern, bei denen ich maßgeblich musikalisch mitwirkte.

Als Krönung schickte uns das Goethe-Institut mit dem Tucholskyprogramm auf eine unvergessliche Tournee durch Schweden und Norwegen.

mit Ute Lemper bei TV-Aufzeichnung

Mehr und mehr wurde mir aber auch wichtig, musikalische Felder die über den Bereich des Kabarett und der „Kleinkunst“ hinausgingen zu erschließen. Diese Möglichkeit bot sich, als Werner Schneyder eine Unterhaltungssendung in der ARD moderierte und ich gemeinsam mit arrivierten Studiomusikern namhafte Künstler aus dem Showbereich begleiten durfte.  Dabei kam es zum ersten Fernsehauftritt der damals blutjungen Ute Lemper. Mit großer Begeisterung verbrachten wir einige Stunden in meinem Probekeller und performten in der Show zwei rockige Songs. Seit dieser Zeit halten wir freundschaftlichen Kontakt - nicht nur, weil wir am gleichen Tag Geburtstag feiern.

Als sie nach ihrem umjubelten Erfolg als Sally Bowls in Paris wenige Jahre später in Deutschland als „Weltstar“ gehandelt wurde war ich sehr stolz, dass sie mich zur Aufzeichnung mehrerer Chansons für eine ZDF-Show als Pianist engagierte. Kurz darauf begleitete ich sie bei einem Gastspiel in New York, für mich der absolute Höhepunkt in meiner Karriere.

Schubiduu Live Band

Seit meinen ersten Auftritten in der Lach&Schießgesellschaft besteht ein guter Kontakt zum Bayerischen Fernsehen und so kam es, dass mir der damalige Unterhaltungschef anbot,  den Posten des Musical Direktor für die neue Musikrateshow „Schubiduu“ zu übernehmen. Ich formierte eine gut groovende Studioband und nahm Platz an einem himmelblauen Flügel.
In 36 Folgen spielten wir mehrere 100 Titel aus den aktuellen Popcharts, die ich herunterhören und für die Band arrangieren musste. Eine unbezahlbare Übung…
Unvergeßlich die Gastauftritte vieler damals noch junger Stars als Hobbymusiker. Günter Jauch versuchte sich mit der Blockflöte, Margarete Schreinemakers an der Gitarre und Otti Fischer blies auf dem Kamm… wir hatten viel Spaß und ich wurde zum ersten mal in der Straßenbahn erkannt und musste Autogramme geben.
In diese Zeit fällt auch die Begegnung mit der großartigen Margot Hielscher – wir spielten in der Sendung vierhändig „Mackie Messer“. Uns verbindet seit dieser Zeit eine wertvolle Freundschaft und nach wie vor begleite ich sie gern bei ihren Bühnenauftritten. Die prächtig eingespielte Schubiduu-TV-Band war plötzlich auch live gefragt und so engagierten wir einen coolen Sänger aus der Münchner Szene als Frontman und räumten mehrere Jahre tüchtig auf Partys und Galas ab.
Es war die Zeit des legendären Münchner Nachtcafe und wir waren die angesagteste Band der Stadt. Der ehemals kirchenorgelspielende Pfarrersohn mutierte zum Rock´n Roller und steppte mit Cowboystiefeln am Keyboard.

Probe mit Michael Heltau

Als Ausgleich zu den schweißtreibenden nächtelangen Bandauftritten genoß ich sehr die Konzerte, bei denen ich am Flügel wieder die edlen Töne produzieren durfte. Und dies ganz besonders gern mit dem grandiosen Wiener Chansonier Michael Heltau.
Seine Brel-Abende waren Bühnenerlebnisse von ganz besonderer Qualität und führten uns in die allerersten Häuser: Wiener Burgtheater, Berliner Schauspielhaus oder Alte Oper Frankfurt. Sogar in der Wiener Staatsoper hob sich der Vorhang für unser Programm. Neben den Konzerten mit Quartett oder kleinem Orchester schätzte ich ganz besonders die Abende, die wir zu zweit gestalteten. Das war eine wunderbare Melange aus Text und Musik. Heltau las ausgesuchte Geschichten von Nestroy, Altenberger und anderen österreichischen Literaten, sang Wienerlieder und ich spielte dazwischen klassische Klavierstücke von Bach bis Debussy. Das war für mich eine feine Gelegenheit zu zeigen, was ich in den vielen Jahren an der Musikhochschule gelernt habe.
Unsere Zusammenarbeit dauert nun schon über 25 Jahre an und ich hoffe wir haben auch in Zukunft immer mal wieder das Vergnügen miteinander.

mit Thomas Gottschalk

Dann kam ein Anruf, der meine Laufbahn erheblich beeinflusste. Sascha Arntz, einer der großen deutschen Fernsehregisseure fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte als Pianist und Musical Direktor für Thomas Gottschalks LATE NIGHT SHOW zu fungieren. Was für ein Angebot… An der Seite von Deutschlands größtem TV-Entertainer fünfmal pro Woche auf Sendung. Ohne Zögern sagte ich zu und formierte eine neue Band. Unsere große musikalische Bandbreite bewährte sich in dieser Sendung ganz besonders. Ohne großen Vorlauf waren wir in der Lage, Künstler aller Couleurs live zu begleiten.
Highlights waren sicherlich die Spontanauftritte mit Yehudi Menuhin, Montserrat Caballe, Placido Domingo, Hermann Prey, Gloria Gaynour, Tom Jones, Candy Dulfer, Foreigner, Duran Duran, Barry Manilow, Otto oder James Belushi und vielen anderen.

Das waren zwei aufregende Jahre in den Bavaria-Studios mit unvergesslichen Erlebnissen: Robert Wagner, Star meiner absoluten Kultsendung Al Mundy, der Hero meiner Jugendzeit  war als Gast in die Sendung eingeladen. Normalerweise liefen die ganz großen Weltstars erst kurz vor ihrem Auftritt, von Begleitern abgeschirmt ins TV-Studio ein. Vollkommen  überaschend tauchte Robert Wagner bereits nachmittags, als ich mit der Band probte im Studio auf, ging auf uns zu und begrüßte jeden Musiker per Handschlag. In mehr als 200 Shows kam es zu vielen spannenden Begegnungen mit den ganz großen Stars.

die Late Night Band

Und dann bewahre ich zwei Trophäen auf, die mich immer wieder an die Begegnung mit Weltstars erinnern: Meine notenverzierten Hosenträger, die sich der Held aus La Dolce Vita, Marcello Mastroiani für seinen Auftritt auslieh. Und ganz besonders meine roten CONVERSE Turnschuhe. Ich borgte sie Thomas Gottschalk, als er Paloma Picasso anläßlich der Präsentation ihrer "Roten Kollektion" in der Sendung empfing. Als Gegenleistung ließ er meine Schuhe von Picasso´s Tochter vor laufender Kamera für mich signieren. In die Zeit der LATE NIGHT SHOW fielen dann auch noch 2 Auftritte bei "Wetten daß". Als Wetteinsatz sang Thomas einmal eine Loewe Ballade ein andermal im Duett mit Margarete Schreinemakers die Liebeshymne "True Love" und ich saß vor 15 Millionen Zuschauern am Flügel.

Ein paar Jahre später ließ sich Thomas von der SKL für eine wöchentliche Spielshow am Samstagvorabend anwerben und holte seine Band mit ins Boot. Sicher ein Zeichen dafür, daß wir in über 200 LATE NIGHT SHOWS an seiner Seite einen guten Job gemacht haben und dieses mal zogen wir mit ihm gemeinsam fröhlich durch die Stadthallen der Republik.

mit April Hailer

Nun folgte eine Phase, in der ich mich wieder mehr auf die Bühnenarbeit konzentrierte. Gemeinsam mit der fabelhaften April Hailer, die gerade als Star in der Erfolgssendung "Wie bitte" großen Fernsehruhm erntete, entstand eine wunderbar kreative Zusammenarbeit. Wir warfen alles, was wir schon immer mal zeigen wollten, in einen Topf, rührten herum, und heraus kam "April, April" - bis heute eines meiner liebsten Bühnenprojekte.
Für die Fernsehaufzeichnung unser Show war das Prinzregententhater eine prächtige Kulisse.
Wir spannten musikalisch den Bogen von der Klassik bis hin zu Pop und Rap. April sang, rezitierte, parodierte, tanzte und spielte Flöte (das hat sie mal richtig studiert). Und ich konnte nicht nur zeigen, dass ich mein Instrument von Barock bis Rock beherrschte, sondern traute mich zum ersten mal in meiner Bühnenlaufbahn auch den Mund aufzumachen. Erst waren es nur ein paar Stichworte, dann spielten wir gemeinsam Dialoge und kleine Szenen. Endlich hatte ich meine Redehemmung auf der Bühne verloren und steuerte langsam aber sicher auf mein erstes Soloprogramm zu.

auf dem Traumschiff

Die ideale Gelegenheit dafür bot sich, als mich der Kreuzfahrtdirektor des ZDF-Traumschiff MS Deutschland bat, einen musikalischen Abend zusammenzustellen, der Klassik und Pop verbindet und mit fröhlichem Entertainment dem vergnügungssüchtigen Kreuzfahrtpublikum serviert wird. Mittlerweile hatte ich bereits ein paar Einsätze auf diesem Luxusdampfer als Begleiter einiger prominenter Künstler hinter mich gebracht und war von einer Art Kreuzfahrtfieber und Fernweh infiziert. Gibt es eine angenehmere Art, die ganze Welt zu bereisen, dabei viele nette Musikerkollegen kennenzulernen und feinsten lukullischen Genüssen zu frönen…
Ich erarbeitete also ein Programm, in dem ich berühmte klassische Klavierstücke von Bach bis Gershwin gemeinsam mit der Bordband quasi in einem neuen musikalischen Gewande präsentierte. Mein Projekt „Frack&Jeans“ war geboren.
Sämtliche musikalischen Vorlieben konnte ich jetzt ausleben und endlich einmal alle meine musikalischen Fähigkeiten in die Waagschale werfen. Die verschiedensten Stile, von swing über latin bis hin zu funk und rock flossen in meine Arrangements ein und auch meine alte Liebe zum Kabarett trug nun Früchte.
Ich begann launige Moderationstexte schreiben und profitierte dabei von der langen Zusammenarbeit mit Deutschlands besten Kabarettisten. Was ich mich „an Land“ vor den versammelten Kunstrichtern nie getraut hätte, als Frontman eine komplette Show zu „entertainen“, auf dieser schwimmenden Bühne, fernab der Heimat hatte ich den Mut dazu.

auf der MS Europa

Bei ungefähr 20 Reisen in 5 Jahren konnte ich mich in dieser neuen Rolle üben und die Show optimieren, mal vor der Küste Südamerikas, mal im Indischen Ozean. Mit „meiner ersten eigenen Show“ reiste ich beinahe rund um den Globus. Das war eine herrliche Zeit und ich verdanke ihr die Freundschaft zu ein paar wunderbaren Musikerkollegen. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Eckart Runge, dem Cellisten des Artemis Quartett bleibt unvergessen.

Doch auch zum "Traumschiff" gibt es noch eine Steigerung: Die MS Europa. 2004 habe ich dort angeheuert und mittlerweile auf der „schönsten Yacht der Welt“ einige tausend Seemeilen  zurückgelegt. Und doch gibt es auf dem Globus noch ein paar Häfen, die mir in meiner Sammlung noch fehlen. Daher hoffe ich, daß mir das Künstlerbüro von Hapag Lloyd weiterhin gewogen bleibt und ich noch oft das Kommando „Leinen los“ hören darf.

mit Günter Grünwald

Nach ein paar Jahren TV-Abstinenz meldete sich mein "Haussender", der Bayerische Rundfunk wieder einmal und bot mir die musikalische Leitung für eine neue Comedy-Serie an. Das Projekt hieß "Die Komiker" und ich holte dafür die (never change a winning team) bewährte LATE NIGHT BAND ins Fernsehstudio. Nach vier Jahren und über 50 Sendungen verließ  der Protagonist Günter Grünwald das Team und nahm uns als Studioband mit in seine neue Show "Grünwald Freitagscomedy", die einmal im Monat live vor Publikum aufgezeichnet wird.

Selten haben wir uns im TV-Studio so wohl gefühlt wie an der Seite von Günter, einem verhinderten Rock´n Roller und seinem wunderbaren Team. Da sich die LATE NIGHT BAND in dieser Besetzung inzwischen weitgehend vom Gala- und Partygeschäft zurück gezogen hat, ist das für uns so etwas wie ein monatliches Klassentreffen und wir hoffen, daß Günter und der BR der sensationellen Zuschauerquote Rechnung tragen und noch viele Jahre Lust auf die Sendung haben.

mit Kerstin Heiles

Als ich 2007 gebeten wurde, als Pianist für die Bühnenshow "Die Frau meiner Träume"einzuspringen, stellte sich das als großer Glücksfall heraus. Es handelte sich um das erste  Soloprogramm einer jungen, relativ unbekannten Schauspielerin und Sängerin, Kerstin Heiles.
Ihr Repertoire reicht von Zarah Leander bis Madonna und sie kann es für mich stimmlich und darstellerisch mit den ganz "Großen" im Showbusiness aufnehmen. Schnell stellte sich  heraus, da haben sich zwei gefunden, die sich in ihren künstlerischen Neigungen ideal entsprechen und drei Monate nach unserem Kennenlernen feierten wir unter der Regie von  Sarah Kohrs die umjubelte Premiere unserer ersten gemeinsamen Bühnenshow "Manche mögen´s Heiles", einer fulminantenFilmmusik-Revue im Staatstheater am Gärtnerplatz.
Mit diesem Projekt fühlte ich mich endgültig künstlerisch angekommen. Da war der Konzertpianist ebenso auf der Bühne wie der einfühlsame Begleiter, dazu der Jazzer und Rock´n Roller und auch der Spaß kam nicht zu kurz in launigen Dialogen und kleinen gemeinsamen Szenen.

Mit unserem zweiten Bühnenprojekt "Chanson d'amour", das Leben der Edith Piaf, haben wir gemeinsam mit dem Regisseur Michael Wedekind eine wunderbare Mischung aus Konzert und Theaterabend realisiert und durften damit nicht nur in München, Berlin und Wien sondern auch in Paris gastieren.

Anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Komödie im Bayer. Hof engagierte uns die Prinzipalin M. Bönisch im Herbst 2011 für das Musical "Sehnsucht nach dem Happyend". Neben 10 Darstellern war auch meine Band auf der Bühne und wir spielten zum ersten mal wochenlang en suite in München´s wunderbarem Boulevard-Theater.
Und auf diesen Brettern durfte ich im gleichen Jahr gemeinsam mit meinen Musikern und vielen Überaschungsgästen mein 30jähriges Bühnenjubiläum feiern:

natürlich in "Frack & Jeans"

Referenzen

  • Auftritte mit...
  • TV
  • Bühne

Auftritte mit...

  • James Belushi
  • Montserrat Caballe
  • Phil Carmen
  • Tony Christie
  • Placido Domingo
  • Candy Dulfer
  • Katja Ebstein
  • Giora Feidmann
  • Gloria Gaynor
  • April Hailer
  • Margot Hielscher
  • Dieter Hildebrandt
  • Tom Jones
  • Harald Juhnke
  • Anna Maria Kaufmann
  • Ute Lemper
  • Eva Lind
  • Jonny Logan
  • Marshall & Alexander
  • Angelika Milster
  • Otto
  • Ryan Paris
  • Hermann Prey
  • Deborah Sasson
  • Werner Schneyder
  • Sandra Schwarzhaupt
  • Cheryl Studer
  • Bonnie Tyler
  • Weather Girls
  • Ron Williams
  • u.v.a.

News

  • Neues Projekt: Klavierstunde

Neues Projekt: "Klavierstunde"

Ein musikalisch-kabarettistischer Streifzug durch die Welt der 7 1/2 Oktaven:

Christoph Pauli jagt uns durch sein Leben vom klassischen Konzertpianisten, der durch einen Seitensprung im Showbusiness landete.

Aktuelles Projekt: "Klavierstunde"

Christoph Pauli jagt uns durch sein Leben vom klassischen Konzertpianisten, der durch einen Seitensprung im Showbusiness landete.

In seiner Pianoshow vereint Christoph Pauli unterschiedliche musikalische Genres, die er sich als Solist auf dem Konzertpodium, Begleiter auf großen Theaterbühnen und als Bandleader von TV Shows angeeignet hat. Dabei war er die meiste Zeit ein stummer Mann am Flügel, der den großen Könnern des Fachs aufmerksam gelauscht und dabei gelernt hat.

Nun bricht er sein Schweigen und plaudert in seiner „Klavierstunde“ aus dem Pianistenlebenkästchen. Wie das so klappt, mit dem Glück bei den Frauen, was er von seinen Tastenhelden Rubinstein, Oskar Peterson und Chili Gonzales gelernt hat und nimmt uns mit auf eine musikkabarettistische Reise von Sonntagvormittagen an der Kirchenorgel bis in die Latenight Musiknächte.

Bei seinem vergnüglichen musikalischen Trip von Barock bis Rock stehen ihm drei exzellente Musiker zur Seite: Alex Haas am Bass, Knud Mensing an der Gitarre und Reinhold Kampferseck am Schlagzeug.

  • Die Musiker
  • Video
  • Pressestimmen

Projektarchiv

  • A music affair
  • Divas
  • Spiel's noch einmal
  • Chansons d'amour
  • Whitney Houston
  • Manche mögen's Heiles
  • Frack & Jeans

A Music Affair

Kerstin Heiles und Christoph Pauli: Eine Stimme. Ein Klavier. Eine unwiderstehliche Liasion.

Vor zehn Jahren fiel das Scheinwerferlicht zum ersten Mal auf das musikalische Traumpaar: Im Staatstheater am Gärtnerplatz feierten Kerstin Heiles und Christoph Pauli eine aufsehenerregende Premiere mit ihrem ersten gemeinsamen Bühnenprogramm „Manche mögens Heiles“. Ein künstlerischer Glücksfall!
Hier die hochbegabte Sängerin und Schauspielerin mit dem unwiderstehlichen Charisma dort der kongeniale Klavierbegleiter und Entertainer.

"Kerstin Heiles und Christoph Pauli waren im Gärtnerplatztheater unsere ganz besonders umjubelten Gäste...
Sie bezauberten mit humorvoller Poesie, darstellerischer Brillanz und pianistischer Meisterschaft das ganze Publikum.
Ich freue mich sehr, dass unser Theater für die prächtige Sänger-Darstellerin Kerstin Heiles und ihren fabelhaften Partner am Klavier der signifikante Bühnen-Ort sein durfte..."

KLAUS SCHULZ, INTENDANT GÄRTNERPLATZTHEATER, München

Video

  • Gottschalk´s Late Night Show
  • Schubiduu
  • Die Komiker

Christoph Pauli in Thomas Gottschalk´s Late Night Show

LATE NIGHT SHOW mit Thomas Gottschalk
Musical Direktor und Pianist in über 200 Folgen

Audio

Pianist

Ballade Nr.1 g-moll - Frederic Chopin

Prelude cis-moll - Sergei Rachmaninow

Clair de lune - Claude Debussy

Komponist

TV-Titelmusik

Landschaften der Erde (ARD)

Monika Gruber live (BR)

Fliege (ARD)

Filmmusik

Hundert Tage Sommer (ARD)

Das Land, wo die Zitronen blühen (ARD)

zart und schuldig (ARD)

Songs

Nobody knows

Mainhattan

Nami de bojana

Crossover

Fantasie-Impromptu

Betlehem

Albinoni

Galerie

Kontakt

Christoph Pauli
Hohenzollernstraße 92
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christoph.pauli@t-online.de
+49 (0)89 20208565

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